Shadow Files 61 – Neue Erkenntnisse und ein neuer Held (oder Zielscheibe?)

Max springt von seinem Stuhl auf und nimmt Abstand mit den Worten: “Vorsicht, das ist ansteckend!”. Kleine Wurzeln und Pilzmyzelien wachsen aus der Hand und tasten auf der Tischfläche herum auf der Suche nach neuem Nährboden. Während aus dem Armstumpf eine grünliche Pampe herauströpfelt, mutieren die Finger zu Knospen, aus denen Blüten hervorsprießen, alles in einer völlig unnatürlichen Geschwindigkeit.

Ganz der neugierige Forscher greift Liam nach einem Messer und einem Glas und möchte gerade eine kleine Gewebeprobe abschneiden, da schnappt das ganze Ding nach ihm und er kann es gerade noch mit Mühe mit dem Glasrand auf den Tisch drücken, ohne es zu berühren. Max und der Priester wiederholen ihre Warnung und Rijad presst sich eine Serviette vor den Mund.

Dann tritt der Mönch oder Messdiener oder was auch immer, der sie mit Kaffee und Getränken versorgt hat, heran und schüttet eine Kanne kochendes Wasser über das grauenvolle Ding. Der Priester holt ein kleines Fläschchen aus seiner Robe und schüttet ein paar Tropfen der darin enthaltenen Flüssigkeit dazu. Damit scheint die Pflanzenaktivität erstmal gestoppt, die Blätter hängen welk herab.

Daraufhin wendet sich der Priester an Rijad und fragt ihn, warum er überhaupt hier sei. Rijad gibt an, die finanzielle Situation untersuchen zu sollen und macht sich eifrig Notizen [Aspekt: wichtig gemacht]. Im Gespräch stellt sich auch der Priester als Bruder Ilja J…., Hüter des 6. Schlüssels, vor. Er gehöre einem Orden an, der schon seit dem Mittelalter existiert. Der Ort hier ist ein alter heiliger Ort, der in der jüngeren Geschichte als Kriegsgefangenenlager diente und für die Menschen aus der Region als “verbrannte Erde” angesehen wird. Seit ca. 20 Jahren dient er nun als Hochsicherheitslager für übernatürliche Insassen, bisher ohne irgendwelche Ereignisse. Der Orden, dessen Aufgabe es ist, die 6. Ebene zu schützen, arbeitet hier zusammen mit einer internationalen Organisation namens ASTRA (Agency for Supernatural Threat Response and Anomaly Containment) zusammen, die das hoch ausgerüstete Sicherheitspersonal stellt. Die Kreaturen, die hier einsitzen, wobei es sich bis zu niederen Gottheiten handeln kann, seien zum Teil zu ihrem eigenen Schutz hier.

Bruder Ilia lässt sich auch einen kurzen Abriss der Geschehnisse aus Sicht der Helden geben, die schließlich auch den Psoglav ansprechen, den eigentlichen Grund ihrer Anwesenheit an diesem Ort. Der sonst sehr fein artikulierende Bruder lässt sich bei der Erwähnung des Psoglav zu einer derben Beleidigung hinreißen, es scheint sich bei der Kreatur wirklich um einen sehr unangenehmen Zeitgenossen zu handeln.

Die Aufmerksamkeit wendet sich wieder Rijad zu, der nun seine wahre Motivation eingesteht, warum er seine Verbindungen genutzt hat, um sich an Stelle des eigentlich angeforderten Experten Dr. Cernovic, her zu begeben. Er sucht hier Antworten auf Fragen zu seiner Familiengeschichte, der Hinweis kam von seiner Großtante.

Bruder Ilja erklärt, dass er bereit ist, den Helden den Psoglav auszuhändigen. Als Liam ihm den Ring zeigt, mit dem die Helden den Psoglav zur Zusammenarbeit überreden sollen, vermutet er, dass die Kreatur ein Schuld bei der Organisation zu begleichen habe. Er scheint mehr über diesen Kult, wie er die Organisation nennt, zu wissen, gibt aber keine weiteren Details preis. Es wirkt so, dass diese Organisation und seine Bruderschaft nicht das beste Verhältnis haben, aber er scheint anzuerkennen, dass die Organisation tatsächlich die Macht haben könnte, etwas gegen die Epidemie zu unternehmen, vielleicht auch mit Hilfe der unsympathischen Kreatur.

Allerdings muss der Psoglav aus einem Zwangsschlaf, in den er versetzt worden war, aufgeweckt werden, was wohl einige Stunden dauern kann. Bruder Ilja bittet die Helden, die Zeit zu nutzen, um ein paar Škorpioni auszuheben, die sich offenbar Richtung Südosten in den Wald zurückgezogen haben und bei denen er wichtige Dokumente, wie z.B. Marschbefehle, vermutet.

Rijad schlägt vor, sie zu begleiten, um sich selbst ein Bild von der außergewöhnlichen Lage zu machen. Bruder Ilja verlangt von ihm genauso wie von den anderen Helden ein paar Stunden zuvor, den heiligen Schwur zu leisten, was Rijad zunächst etwas ungläubig und dann doch zur eigenen Überraschung mit heiligem Ernst macht.

Derweil werden die anderen durch ein paar Hochsicherheitshots in eine kleine High-Tech-Praxis geführt, wo sie von einem Arzt bestmöglich für die Kürze der Zeit versorgt werden. Bevor es losgeht, lassen sich Rijad, Liam und Max auch noch mit kugelsicheren Westen ausstatten.

Rijad besorgt über seinen Kontaktmann Slobodan, der ihm noch etwas schuldet, brandaktuelle Satelliten- und Luftaufklärungsbilder, die eigentlich unter strengem militärischen Verschluss sind, angeblich um die Ausbreitung der Epidemie hier in der Region genauer bestimmen zu können (hierzu liefert ihm Liam ein paar sehr wissenschaftlich zu lesende Argumente [Aspekt: Paper zur Epidemie]).

Gemeinsam beugen sich alle über die Screenshots, die sie bekommen haben, und können herausarbeiten, dass es sich wohl um ein 7-Mann-Team handelt, dass sich in das einzige noch erhaltene Gebäude eines verlassenen Gehöfts am Waldrand zurückgezogen haben, ca. 20 Minuten zu Fuß von ihrem derzeitigen Standort.

Nach kurzer Diskussion entsteht ein kurzer Plan und sich machen sich auf. Aus dem Hightech-Aufzug geht es durch das Erdgeschoss vorbei an vielen Kampfspuren, Söldner-Leichen und einem kleinen Lazarett, wo ein Panther-Adler-Wesen und ein paar ASTRA-Soldaten verarztet werden. Während Max sich auf das Dach in den Helikopter in Warteposition begibt, bekommen Liam, Goran und Rijad E-Bikes und machen sich nun auf in Richtung Wald, wobei sie das an ein Schlachtfeld erinnernde offene Gelände überqueren müssen. Auch einige leblose Pflanzenmutanten liegen herum.

Das Wetter ist immer noch beschissen und der Wald ist dicht und unwegsam für ein Fahhrad. Da erhebt Liam seine übernatürliche Stimme und zu Rijads Überraschung teilt sich der Wald vor ihnen und macht ihnen den Weg durchs Dickicht frei. Kurz vor Erreichen des Waldrands legen sie Ihre Räder ab und schleichen zu Fuß weiter. Doch kurz vorm Ziel gibt es mehrere Dumpfe Schläge, Rijad wird schwer am Arm angeschossen und irgendetwas reißt einen Baum in ihrer Nähe in Stücke.

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